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Malteser Nürnberg

„Biografiearbeit im Vorbeigehen“

Neue Ausstellung für die Patienten des Geriatrie-Zentrums Erlangen des Malteser Waldkrankenhauses St. Marien

08.08.2018
Eröffnung der Ausstellung. v.l.n.r.: Dr. Andreas Jakob, Leiter Stadtarchiv Erlangen; Anja Sakwe Nakonji, Geschäftsführerin Malteser Waldkrankenhaus Erlangen gGmbH; Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer Malteser Deutschland gGmbH; Prof. Dr. Karl-Günter Gaßmann, Chefarzt Geriatrie-Zentrum Erlangen; Joachim Herrmann, Staatsminister und Kuratoriumsvorsitzender Malteser Waldkrankenhaus Erlangen gGmbH.
Marktfrauen 1957 im Gespräch.Mitarbeiterinnen des Malteser Pflegezentrums St. Elisabeth, Karin Eckert (li.) und Renate Schertel, über die Entwicklung Erlangens aus Sicht der Markfrauen 1957
Besichtigung der Bilder. Joachim Herrmann, Staatsminister und Kuratoriumsvorsitzender Malteser Waldkrankenhaus Erlangen gGmbH im Gespräch mit Dr. Andreas Jakob, Leiter Stadtarchiv Erlangen (re.)
Im Gespräch- Joachim Herrmann, Staatsminister und Kuratoriumsvorsitzender Malteser Waldkrankenhaus Erlangen gGmbH erkundigt sich nach dem Standort der Ausstellung bei Mitarbeiterinnen des Geriatrie-Zentrums Erlangen
Am Hugenottenplatz 1954 / Ausstellungsbild. Der Erlanger Omnibusverkehr beförderte 1954 rund 6 Millionen Fahrgäste, das sind fast doppelt so viele wie im Jahre 1951. Der Hugenottenplatz ist die wichtigste Haltestelle für den Busverkehr. Quelle: Stadtarchiv Erlangen

Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen eröffnete Ende Juli die Ausstellung „Biografiearbeit im Vorbeigehen“, für die Staatsminister und Kuratoriumsvorsitzender Joachim Herrmann die Schirmherrschaft übernommen hat. Die Ausstellung mit großformatigen Bilder aus den 1950er und 1960er Jahren wird zukünftig im Geriatrie-Zentrum für die Patienten und Besucher zu sehen sein, um damit eine schnelle Vertrautheit in der neuen Umgebung Krankenhaus für die Senioren zu schaffen.

„Mei, is denn heut ka Markt!“ tönte es nach der Begrüßung von Staatsminister und Kuratoriumsvorsitzenden Joachim Herrmann durch den Saal.
Die „Marktfrauen aus dem Jahr 1957“ wunderten sich über die ganzen „Städter“ im Vortragssaal des Malteser Waldkrankenhauses St. Marien in Erlangen. Mit viel fränkischem Esprit schilderten beide Frauen in fränkischer Tracht mit welchen Sorgen sich so eine fränkische Landfrau herzumzuschlagen hatte, wenn man die Entwicklung Erlangens in der Wirtschaftswunderzeit miterlebte. „Der Bauernsohn will studieren, die Tochter als Sekretärin zu Siemens…“
Humorvoll fanden sich die Gäste in jener Zeit wieder. Denn die 1950er und 1960 er Jahre in Erlangen - das war die Kindheit und Jugend der Patienten aus dem Geriatrie-Zentrum.

Auch der Leiter des Stadtarchivs Erlangen, Dr. Andreas Jakob nahm anschließend die Gäste mit in die Wirtschaftswunderzeit und beschrieb die rasche Entwicklung Erlangens zur Großstadt. Alle Bilder der Ausstellung hat das Stadtarchiv Erlangen dem Malteser Waldkrankenhaus St. Marien zur Verfügung gestellt. Zu sehen sind bekannte Plätze in Erlangen, wie der Hugenottenplatz oder der Marktplatz, aber auch „Menschen im Alltag“ wie der damalige Fotograf Rudi Stümpel seine Aufnahmen z. B. von einem Taxifahrer, einer Kioskverkäuferin oder einem Schriftensetzer genannt hatte.

Schirmherr Joachim Herrmann übergab anschließend dem Chefarzt des Geriatrie-Zentrums, Prof. Dr. Karl-Günter Gaßmann die Bilderausstellung. Anlässlich des diesjährigen Jubiläums „20 Jahre Geriatrie-Zentrum Erlangen“, das bereits mit einem wissenschaftlichem Symposium und einer Jubiläumsfeier begangen wurde, kommt nun diese Ausstellung als weiterer Höhepunkt des Jubiläums in das Geriatrie-Zentrum. Prof. Gaßmann freut sich schon jetzt, wenn die Patienten bei der Mobilisation mit ihren Therapeuten und Pflegekräften über den Stationsflur laufen und die Gespräche nun öfter mit den Sätzen „Wissen sie eigentlich noch…? beginnen werden.

Biografiearbeit für die Patienten des Geriatrie-Zentrums
Jede Lebensgeschichte, jede Biografie, ist so einzigartig und so unverwechselbar, wie es
auch jede Person ist. Die Beschäftigung mit der Lebensgeschichte dient dem Kennenlernen
und dem Verstehen des Menschen und ist unverzichtbarer Bestandteil der Lebensbegleitung
älterer Personen. Biografiearbeit im Krankenhaus kann nicht immer jede einzelne Lebensgeschichte der Patientinnen und Patienten einbeziehen, wie es in Altenhilfeeinrichtungen üblich ist, aber sie kann gemeinschaftliche Erinnerungen berücksichtigen durch den Bezug auf die Zeit der Kindheit in Erlangen.

Den Ausführungen zur Biografiearbeit in Altenhilfeeinrichtungen von Einrichtungsleiterin Maria Kormann schloss Geschäftsführerin Anja Sakwe Nakonji die Möglichkeiten der Biografiearbeit im Krankenhaus an – mit dieser Ausstellung ist ein großer Schritt für die älteren Patienten im Krankenhaus getan.

Unterstützt wurde die Ausstellung vom Gesundheitsamt / Gesundheitsregion plus Erlangen-Höchstadt & Erlangen, der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach, der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach eG, dem Ingenieurbüro Brundobler GmbH und der Mohren-Apotheke Albert Seyd oHG.

Petra Hollederer

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Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien ist ein Krankenhaus der ersten Versorgungsstufe und betreibt darüber hinaus im orthopädischen und urologischen Bereich (Universität) Maximalversorgung sowie im kardiologischen und gastroenterologischen Fach Schwerpunktversorgung.
In elf Hauptfachabteilungen und zwei Belegabteilungen sowie mit der Abteilung für Geriatrische Rehabilitation werden jährlich rund 13.000 stationäre und 18.000 ambulante Patienten versorgt.
Darüber hinaus bieten wir mit dem Malteser Pflegezentrum St. Elisabeth und der Malteser Marienhospital Pflegeeinrichtung 133 Pflegeplätze an.

Weitere Infos: https://www.waldkrankenhaus.de/

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