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Malteser Nürnberg

Hilfe, was will der fremde Mensch in meinem Schlafzimmer?

30.01.2017

Nach einem Notruf rücken die Mitarbeiter aus dem Rettungsdienst aus und wissen meist nicht, welche Situation sie am Einsatzort erwartet. Mitunter kommt es vor, dass die Sanitäter Menschen vorfinden, die verwirrt und ängstlich auf die vermeintlich Fremden reagieren, die ihnen zur Hilfe kommen wollen. Ursache für diese Situationen kann häufig eine Demenzerkrankung sein. Um die Mitarbeiter im Rettungsdienst für den Umgang mit dementiell veränderten Menschen zu sensibilisieren, startete im Januar in Nürnberg die erste Schulung im Rahmen der Malteser-Strategie-Demenz in der Erzdiözese Bamberg. Ziel dieser Strategie ist es, alle Malteser, die in Kontakt mit Demenzpatienten kommen können, Wissen zu diesem Krankheitsbild zu vermitteln und Tipps zum Umgang mit dementiell veränderten Menschen zu geben. In sechs Unterrichtseinheiten wurden zusammen mit der Referentin für Demenz- und Seniorenarbeit, Edith Schneider die theoretischen Grundlagen zum Krankheitsbild Demenz aufgefrischt. Im Praxisaustausch schilderten die Profis des Rettungsdienstes die Erlebnisse des Alltags im Umgang mit diesem Personenkreis. Oft werden die Sanitäter gerufen und es stellt sich heraus, dass eher eine soziale statt einer medizinischen Notlage vorliegt. „Wir brauchen für Menschen, die kein medizinisches Problem haben, eine Notanlaufstelle, die Tag und Nacht zur Verfügung steht!“, so die Empfehlung eines Teilnehmers. Wichtig ist es daher die Beratungs- und Anlaufstellen zu kennen und für den Moment Handlungsstrategien zu haben, um adäquat helfen zu können.

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